Ausstellung: Lissabon – Malaga, 16. August – 30. August 2019

Feria de Arcos de la Frontera, Andalusien

Eine photographische Reise durch Europas südliche Peripherie

Vernissage, 16. August 2019, 18.00 Uhr in der Goldschmiede Sabine Thuler, Herzogstrasse 20, 3014 Bern

Der Süden der Iberischen Halbinsel: Eine Region der Gegensätze und Kontraste, die zwischen Tradition und Aufbruch hin und her pendelt. In den Gassen Lissabons, der weissen Stadt, deren Schönheit langsam verfällt, bekommt man unweigerlich die «Saudade», die besondere Schwermut der Portugiesen zu spüren, an der Atlantikküste und im Südenerlebt man hingegen die Surfercommunity mit ihrer Unbeschwertheit und Gelassenheit in unmittelbarer Nähe zu den Menschen in den Dörfern und Städten.Westlich, gegen das Landesinnere verliert sich der Blick in der Weite der andalusischen Landschaft. Die unerbittliche Hitze dörrt das Land aus. Darüber die faszinierende Helligkeit mit einem strahlend schimmernden, diffusen und gleichzeitig grellen Licht. Mitten drin stehen die Olivenbäume in nicht enden wollenden Reihen, als wären sie Teil einer Landschaft gewordenen Geometrie. In unmittelbarer Nachbarschaft breitet sich die Intensivlandwirtschaft aus, die die Region an den Rand des Kollapses bringt. Der Wasserverbrauch der 60 Millionen Olivenbäume und der Gemüseproduktion ist gigantisch. In grossen Teilen Andalusiens sind die Grundwasservorräte nahezu erschöpft. Besonders im Grossraum Almeria, wo sich ein weisslich-graues Plastikmeeraus PVC Folie ins schier Unendliche erstreckt. Unter dem Fleckenmosaik wächst Gemüse für ganz Europa: ein bizarres Zeugnis von sonderbarer Ästhetikeines um sich greifenden ökologische Irrsinns.

Cais dos Colunas, Lissabon

Prado del Rey, Andalusien

El Ejido, Andalusien

Tahivilla, Andalusien

 

Polizia Siciliana, Siracusa
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